english | deutsch | français | italiano | nederlands | България

Visa Europe Präsident spricht sich für eine konstruktive Zusammenarbeit mit den Regulierungsbehörden zur erfolgreichen Umsetzung von SEPA aus

BRÜSSEL, 28. November 2006

Im Rahmen der in Brüssel stattfindenden SEPA-Konferenz hat der Präsident von Visa Europe, Peter Ayliffe, zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen der Zahlungsindustrie und den Regulierungsbehörden in Europa aufgerufen – als Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung eines einheitlichen europäischen Zahlungsmarktes.

"Beide Seiten verfolgen die gleiche SEPA-Vision", sagte Peter Ayliffe. "Wir möchten, dass Europa von dynamischen, effizienten und marktgesteuerten Zahlungssystemen profitiert."

Als Antwort auf den EZB-Bericht der vergangenen Woche zum Thema SEPA, erklärte Ayliffe: "Wir haben die einmalige Chance, Wettbewerb auch in anderen Bereichen des Zahlungsgeschäfts weiter voranzubringen."

Ayliffe machte außerdem deutlich, dass die Bedenken der Europäischen Zentralbank hinsichtlich steigender Kosten unbegründet sind. Visa Europe bietet mit der neuen Debitkarte V PAY das "wettbewerbsfähigste und kostengünstigste Produkt im Markt".

Zur Entscheidung, Visa Europe als eine Organisation beizubehalten, die sich weiterhin ausschließlich im Besitz und unter Leitung europäischer Mitgliedsbanken befindet, erklärte Ayliffe: “So stellen wir sicher, dass europäische Mitglieder die Kontrolle über das europäische Zahlungsgeschäft behalten und dieses nicht von amerikanischen, globalen Strategien beeinflusst wird.“ “Ich möchte, dass sich unsere Organisation auf die regionalen Marktgegebenheiten konzentriert und wir das europäische Geschäft und die damit verbundenen Profitabilitätsdynamiken verstehen,“ fügte Ayliffe hinzu.

Abschließend rief Peter Ayliffe die Zahlungsindustrie auf, “sich an einem konstruktiven Dialog mit den Regulierungsbehörden zu beteiligen.“ Zielsetzung sollte es sein, “eine endgültige Vereinbarung zu treffen unter Berücksichtigung einer Interchange, die eine solide Basis für künftige Entwicklungen im elektronischen Zahlungsgeschäft darstellt.“ Ayliffe fügte hinzu: “Die Interchange muss auf einem Niveau festgelegt werden, das Banken einen Anreiz bietet, in elektronische Zahlungssysteme zu investieren. Ich würde so weit gehen zu sagen, dass der Erfolg von SEPA von einem zufriedenstellenden Ergebnis der Interchange-Debatte abhängt.“

Die Konferenz “European Payments at a Tipping Point” wurde von Cards International in Zusammenarbeit mit Visa Europe organisiert. Es nahmen mehr als 100 Vertreter von Banken, Prozessoren, Zahlungsdienstleistern, Mitgliedern des Europäischen Parlaments, der Europäischen Zentralbank sowie der EU-Kommission daran teil.

- ende -

Hinweis für die Redaktionen

Weitere Informationen zur Konferenz “European Payments at a Tipping Point : Seizing the Opportunities”, die von Cards International in Zusammenarbeit mit Visa Europe organisiert wurde,  finden Sie unter : www.sepabriefing.com.

Über Visa Europe:

In Europa befinden sich mehr als 315 Millionen Visa Debit-, Kredit- und Firmenkarten im Umlauf. Der Umsatz mit diesen Karten im Handel und bei Bargeldabhebungen belief sich im vergangenen Jahr – Stichtag 30. Juni 2006 - auf über 1,19 Billionen Euro.

Visa Europe ist eine Mitgliedsorganisation, die vollständig im Besitz und unter der Kontrolle ihrer 4.500 europäischen Mitgliedsbanken ist. Als ausschließlich europäische Organisation kann Visa Europe schnell auf lokale Gegebenheiten und Bedürfnisse der europäischen Mitgliedsinstitute und ihrer Kunden – Karteninhaber und Händler – reagieren und gleichzeitig der Zielsetzung der EU-Kommission in Bezug auf einen einheitlichen europäischen Zahlungsmarkt Rechnung tragen. Als Miteigentümer von Visa International trägt Visa Europe dazu bei, die weltweite Interoperabilität der Zahlungsprodukte sicherzustellen sowie die Marke Visa weiterzuentwickeln.

Im Oktober 2006 hat Visa Pläne zur globalen Restrukturierung der weltweiten Organisation – mit Ausnahme von Visa Europe – bekannt gegeben, um anschließend als neues globales Unternehmen Visa Inc. an die Börse zu gehen. Visa Europe hingegen bleibt als unabhängige Mitgliedsorganisation bestehen und erhält eine exklusive Lizenz für Europa.

Weltweit ist Visa eine der führenden Zahlungsmarken und genießt mit rund 24 Millionen Akzeptanzstellen – darunter über eine Million Geldautomaten – eine beispiellose Akzeptanz.

Über den Bericht der Europäischen Zentralbank "SEPA für Karten" ("EZB-Bericht"):
Am 20. November 2006 veröffentliche die Europäische Zentralbank – unter dem Titel "The Eurosystem's View of a 'SEPA for Cards'“ den neuesten SEPA-Bericht.

Gemäß EZB-Bericht „geht das Eurosystem davon aus, dass sich in den kommenden Jahren mindestens ein europäisches Kartensystem herausbilden wird, und dass dieses System "eine wichtige Größe für eine stärkere Diversifikation und für mehr Wettbewerb im europäischen Markt sein wird."
Außerdem vertritt der EZB-Bericht die Auffassung, dass “Lösungen, die von Aktionärsinteressen gesteuert werden”, zu "erheblichen Gebührenerhöhungen" führen könnten und kommt zu dem Schluss, dass "die Existenz von mindestens einem weiteren europäischen bankeigenen System die Gefahr von Preiserhöhungen verringern würde."

Ansprechpartner:

Simon Kleine, Visa Europe
Tel: +44 (0) 20 7795 5331
E-mail: europeanmedia@visa.com

Julia Staunig, GPlus Europe
Tel: +32 485 244 854
E-mail: juliastaunig@gpluseurope.com
© Copyright 1996 - 2008. Visa Europe Services Inc. Alle Rechte vorbehalten